Adresse Straße PLZ Ort Adresse der Firma Straße PLZ Ort P E R E I N S C H R E I B E N M I T R Ü C K S C H E I N [DATUM] Ihre Rechn.-Nr.: XXXX-YYYYY – Kunden-Nr.: XX-YYYYYYy Guten Tag, mit Schreiben vom [DATUM MAHNUNG] machten Sie unter der Überschrift "[ÜBERSCHRIFT bspw. LETZTE MAHNUNG]" Ansprüche bezüglich eines "[NAME DES DIENSTES]" gegen [VORNAME NAME KIND] erstmalig geltend. Zu Ihrer "[ÜBERSCHRIFT bspw. LETZTE MAHNUNG]" vom [DATUM MAHNUNG] stellen wir fest: 1. Es gab weder eine Rechnung vom xx.xx.2007, noch eine Zahlungserinnerung vom yy.yy.2007! 2. [VORNAME NAME KIND] ist minderjährig. Selbst wenn es [VORNAME NAME KIND] gewesen sein sollte, der/die sich zu irgend einem Zeitpunkt (da in Ihrer Mahnung kein Datum genannt wird) auf [WEBADRESSE DES ANBIETERS] mit irgendeiner IP (von Ihnen wird ebenfalls keine IP-Adresse genannt) angemeldet hat, wäre ein Vertrag mit ihm/ihr wegen § 107 und § 108 BGB unwirksam; eine Einwilligung seiner Eltern als gesetzliche Vertreter lag zu keinem Zeitpunkt vor. Auch § 110 BGB ("Taschengeldparagraf") hilft hier nicht weiter, da [VORNAME NAME KIND] noch keinerlei Leistungen iSd Vorschrift bewirkt hat. Es wäre also bereits wegen der Minderjährigkeit von [VORNAME NAME KIND] kein wirksamer Vertrag zustande gekommen. 3. Ihnen ist bestens bekannt, dass die versteckten Preisinformationen (Stichwort: "Abo-Falle”) nicht den gesetzlichen Vorgaben genügen. [VORNAME NAME KIND] wäre also (seine unbeschränkte Geschäftsfähigkeit einmal unterstellt) vor Vertragsschluss weder über das Zustandekommen eines Abo-Vertrags noch über die Dauer des Vertrags, die Höhe der monatlichen Entgelte sowie die Vorauszahlungspflicht für [ZAHLUNGSZEITRAUM ABO] informiert gewesen. Ein Vertragsschluss würde deshalb auch an der fehlenden Einigung über wesentliche Vertragsbestandteile scheitern, hier insbesondere das von [VORNAME NAME KIND] zu zahlende Entgelt und das Eingehen eines Dauerschuldverhältnisses. 4. Hiermit widerrufen wir namens [VORNAME NAME KIND] einen etwaig mit Ihnen zustande gekommenen Vertrag. Bei sog. Fernabsatzverträgen steht [VORNAME NAME KIND] als Verbraucher ein Widerrufsrecht aus §§ 312d, 355 ff. BGB zu. Die Widerrufsfrist beginnt erst mit einer Belehrung über das Widerrufsrecht in Textform (§ 126b BGB). Eine den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Widerrufsbelehrung ist nie erteilt worden, sodass der Widerruf nicht durch Fristablauf ausgeschlossen ist. Das Widerrufsrecht ist auch nicht gemäß § 312d Abs. 3 Nr. 2 BGB erloschen. [VORNAME NAME KIND] hat die von Ihnen beworbene Dienstleistung nicht in Anspruch genommen. 5. Der Abtretung Ihrer unberechtigten Forderung an die [FIRMA DER ANSPRUCHSABTRETUNG] widersprechen wir ausdrücklich gemäß § 410 BGB. Im Übrigen haben Sie [VORNAME NAME KIND] bisher noch keine Abtretungsurkunde vorgelegt. Daher ist die Abtretung ohnehin unwirksam. 6. Vorsorglich und ausschließlich zur Vermeidung weiterer überflüssiger Diskussionen erklären wir hiermit die Anfechtung einer etwaigen vertragsbezogenen Willenserklärung [VORNAME NAME KIND]s wegen arglistiger Täuschung nach § 123 Abs. 1 BGB (zur Begründung siehe schon oben unter 2.), hilfsweise auch wegen Erklärungsirrtums nach § 119 Abs. 1 BGB und/oder Irrtums über eine verkehrswesentliche Eigenschaft der von Ihnen angebotenen "Dienstleistung” nach § 119 Abs. 2 BGB. Höchst hilfsweise kündigen wir zugleich einen etwaigen Vertrag außerordentlich und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist nach § 314 Abs. 1 BGB; eine vorherige Abmahnung war angesichts der geschilderten Umstände entbehrlich. Aus den Ausführungen oben ergibt sich unzweifelhaft, dass keinerlei Ansprüche Ihrerseits gegen [VORNAME NAME KIND] bestehen. Wir fordern Sie deshalb auf, bis spätestens zum [DATUM + ca. 14. Tage] zu erklären, dass Ihrerseits keinerlei Ansprüche gegenüber [VORNAME NAME KIND] aus dem oben geschilderten Sachverhalt bestehen. Sollte diese Erklärung Ihrerseits zum o.g. Datum ausbleiben, so behalten wir uns vor, Strafanzeige wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung iSv § 826 BGB und auch des (versuchten) Betruges iSv § 263 Abs. 3 Nr. 1 STGB zu stellen. Für die Recherchen und den Briefwechsel zur Abwehr Ihrer unberrechtigten Forderungen stellen wir Ihnen die folgend aufgeführten Kosten in Rechnung: - 1 h a xx,xx € xx,xx € - 1x Auslagenpauschale für Briefporto (Rückschein) x,xx € Die Summe von zz.zz € ist sofort und ohne Abzug zahlbar auf folgendes Konto bei der [INSTITUT], BLZ [BLS], Konto-Nr. [KONTO-NR.]. Wir erwarten Ihren Zahlungseingang bis zum [DATUM + ca. 14. Tage] . Mit freundlichen Grüßen. [UNTERSCHRIFT] ---------------------------------------------------- Alle in eckigen Klammern geschriebenen Texte anpassen, Abschnitt 5 weglassen, wenn keine Abtretung der Forderungen an Nachfolgefirma (wie bei Genealogie.de) erfolgte. Wenn in der Mahnung ein Datum und eine IP-Adresse genannt wird, dann Abschnitt 2 anpassen.